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Im Haus – Mandantenzeitschrift tatort:steuern

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Im Haus

Wer keine Zeit oder Lust für die täglichen Arbeiten im eigenen Haushalt hat, kann 20 Prozent Kosten für einen beauftragten externen Dienstleister über seine Steuererklärung als haushaltsnahe Dienstleistung zurückbekommen, maximal jedoch 4.000 Euro im Jahr. Voraussetzung dafür ist die räumliche Nähe der ausgeführten Dienstleistung zum Haushalt. Ein Ehepaar hatte regelmäßig einen Wäscherei-Service in Anspruch genommen. Dabei wurde die Wäsche in einem vom Dienstleister zur Verfügung gestellten Wäschebeutel an einem Servicepoint abgegeben, von dort zur Reinigung in einer Wäscherei abgeholt und nach dem Waschen und Bügeln am Servicepoint von den Kunden wieder abgeholt. Die Kosten wurden zunächst vom Finanzamt und nach der darauffolgenden Klage auch vom Finanzgericht nicht anerkannt. Auch wenn es sich beim Waschen, Bügeln, Stärken und Mangeln um Leistungen handelt, die typischerweise in einem Haushalt anfallen, wurden hier die Dienstleistungen in einem entfernt liegenden Gewerbebetrieb ohne die räumliche Nähe zum Haushalt ausgeführt. Dieses Urteil folgt dabei der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs, der dazu wiederholt geurteilt hatte.

FG Münster, Urteil vom 15. Dezember 2023, AZ: 12 K 1090/21 E

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