tatort:Steuern
Tipps zum TIP – Mandantenzeitschrift tatort:steuern

Kompakt

Tipps zum TIP

Ein kleiner Obolus für das Personal ist nicht nur als Dank für den Service zu sehen. Es drückt auch Respekt vor der Arbeit anderer aus. Und nicht zuletzt sollte man beachten, dass die Kellnerin, das Zimmermädchen oder der Taxifahrer mit dem Trinkgeld ihren oft eher geringen Lohn aufbessern müssen. Trinkgeld sollte in bar und in der Landeswährung gegeben werden. Generell liegt man mit 10 bis 15 Prozent weltweit richtig. Aber Achtung: In einigen Ländern gilt guter Service als selbstverständlich, weshalb Trinkgeld dort nicht gern gesehen ist.

Deutschland Trinkgeld liegt im eigenen Ermessen, ist jedoch in Restaurants, im Taxi, Hotel oder beim Friseur üblich. Wenn der Service einmal keinen guten Tag hat, sollte man das Problem ansprechen, bevor man gänzlich auf den „Tip“ verzichtet.

Belgien Trinkgelder sind generell im Rechnungsbetrag bereits enthalten. Für Platzanweiser im Kino oder Theater sollte man ein bis zwei Euro bereithalten.

Skandinavien Generell sind Trinkgelder unüblich. In Norwegen und Finnland sollte man im Restaurant aber 10 bis 15 Prozent geben.

Frankreich und Spanien Trinkgelder werden nicht direkt gegeben. Man lässt die üblichen 10 bis 15 Prozent beim Verlassen des Restaurants auf dem Tisch oder in der Schale mit dem Wechselgeld liegen.

USA und Kanada Tip mit bis zu 20 Prozent ist ein Muss, da das Trinkgeld oft Bestandteil des Einkommens ist. Für exzellenten Service kann man gern auch 25 Prozent geben.

Japan Hier gilt Trinkgeld generell als Beleidigung. Auch das Nachzählen von Wechselgeld vor den Augen des Personals wird als extrem unhöflich empfunden. Anerkennung für guten Service gibt man in Form kleiner Geschenke – wie zum Beispiel einem Origami.

China Trinkgeld ist generell unüblich, in kleinen Restaurants sogar unangemessen. Nur in Touristenzentren hat sich der Tip etabliert. Es ist eine Art Höflichkeitsritual, Trinkgeld zunächst abzulehnen und dann doch zu wollen.

Foto: Freepik, rg-communicatie.nl, Martin Schuetz, runrun2 - stock.adobe.com