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Das Land Nordrhein-Westfalen hat von einem Informanten einen Datenträger angekauft. Der Preis für mehr als ein Terabyte an Daten mit Namen, Firmenkonstruktionen und Geldflüssen wird nicht genannt. Ziel der Auswertung: Steuerhinterziehung im großen Stil durch Auslandsgesellschaften aufzudecken.

Die Spur führt weit über NRW hinaus – nach Mauritius, Panama und auf die Cayman Islands. Hinter Briefkastenfirmen und Dienstleistern mit Sitzen unter anderem in Dubai, Hongkong oder Zypern wurden Vermögen verschoben und verschleiert. Die Strukturen sind komplex, die Modelle vielfach erprobt.

Das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität hat die Auswertung übernommen. Die Daten werden gesichtet, abgeglichen und den Finanzverwaltungen in Bund und Ländern zur Verfügung gestellt. Betroffen sind Fälle aus ganz Deutschland, teilweise auch aus dem Ausland. Zur Höhe der verschobenen Gelder liegen bislang keine belastbaren Erkenntnisse vor.

Nach Ermittlungen gegen Influencer richtet sich der Fokus der Steuerfahnder in NRW nun auf Offshore-Konstruktionen und deren trickreiche Verschiebung von Vermögen in Übersee-Steueroasen. Für Betroffene folgen Prüfungen, Ermittlungen und Konsequenzen.

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